3 Tage am Set von Chicago Fire: Teil 3 – Der letzte Tag am Set | Chicago-Fire.de

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3 Tage am Set von Chicago Fire: Teil 3 – Der letzte Tag am Set

Auch am 3. Drehtag war der Treffpunkt der Parkplatz um 6 Uhr und auch die selbe Prozedur in der Kirche: einchecken, reichlich frühstücken und ab zum Drehort. Der Wetterbericht lies zumindest alle aufatmen, nur leichter Nieselregen bis gar keiner war zu erwarten. Jipiiih…

Allerdings war an diesem Tag wieder einmal alles anders. Unsere Stars und Sternchen wurden nur für Sprechrollen, mit weißen VW-Bussen, zum Set chauffiert. Dazu solltet ihr wissen, dass jeder seinen persönlichen Begleitassistenten hat, außer Hermann und Cruz die sich eine teilten. Dessen Aufgabe ist es, den Weg mit “very important person”-Rufen frei zu machen, Wünsche zu erfüllen, deren Lieblingsgetränk holen, den Make-up Artist für Nachbesserungen herbei zu rufen oder auch mal den Schweiß von der Stirn zu tupfen. Einfach nur auf das Wohlbefinden des Schauspielers zu achten.

Chicago Fire

Meine persönliche Aufgabe an diesem Tag, war die eines “lookie loo” zu deutsch “Gaffer” und mich dafür permanent in den Weg der Feuerwehr und Polizeileute zu stellen, dadurch war ich aber auch ziemlich nah an den Schauspielern. Chief Boden, Dawson, Severide und Mills in Hörweite zu haben, ist auch nicht schlecht. Ich muss hier aber unbedingt mal loswerden, wie unmöglich ich die Stimme von Mills in deutsch finde, in Wirklichkeit ist er ein wirklich Großer (1.85m) mit einer durchaus männlichen ernst zu nehmenden Stimme. Aber nun zurück zum eigentlichen Tagwerk, an diesem Tag durfte ich auch den Unterschied zwischen Amerikaner zum Deutschen kennenlernen. Es wird ge-snack-t ohne Ende! Im Nachhinein kommt es mir so vor, als ob wir den ganzen Tag nur gegessen hätten und zwar in jedem noch so kleinen Drehpäuschen, in dem auch heute wieder zur Verfügung gestellten Reisebus zum Aufwärmen. Die Stars wurden nach jeder Sprechrolle wieder mit dem Kleinbus abgeholt und auch wieder gebracht, so dass nie wirklich alle zur selben Zeit am Set zu sehen waren. Übrigens benötigen die Schauspieler wirklich weniger Wiederholungen der Szenen. Was bei uns mehr oder weniger ungeübten Statisten 7-10 mal abgedreht wurde, ist mit den Schauspielern schon nach 2-3 Drehs im Kasten. Es wurden Szenen mit uns im Hintergrund gedreht aber auch nur mit uns, ohne die Schauspieler. Folgende Kommandos kommen hierbei zum Einsatz, wie Euch schon mitgeteilt, waren wir in Gruppen geteilt welche jeweils zum Dreh abberufen worden sind. Insgesamt werden alle Statisten als “Background” bezeichnet.

Zu den Kommandos:
– “reset” bedeutet, das jeder auf den Platz zurück gehen muss, bei dem das letzte *cut* zu hören war
– “rolling”, hierbei wird der Film schon laufen gelassen, um einen besseren Übergang in die eigentliche Szene zu bekommen
– “Background”, wir Statisten sind bereit und fangen uns schon an zu bewegen
– “action”, ab jetzt wird die eigentliche Szene gedreht
– “cut”, die Szene ist im Kasten
– “checking”, sofort vor Ort wird geprüft, ob es die Endfassung ist oder ein weiterer Dreh erforderlich wird
– “stand by”, jeder bleibt wo er gerade ist und wartet auf ein Kommando (niemand darf das Set verlassen)
– “reset”..und der Ganze Spass geht von vorn los, wieder auf Anfang

Personen werden auch soweit ausserhalb hingestellt, dass sie durch ihr heraneilen ‚zum Unfallort’, rechtzeitig bzw. zeitversetzt ins Bild laufen. Alle Statisten der benötigten Gruppe sind ab dem Kommando *Background* im Einsatz auch wenn es 1-2 Blocks weiter entfernt ist. Hierbei helfen dann auch die positionierten Crewmitglieder, welche mich sonst immer sehr freundlich vom Drehschauplatz ferngehalten hatten. Ihr erinnert Euch, niemand ist zufällig auf dem Bildschirm zu sehen!

Wenn eine Szene dann doch gelungen ist, gibt es Applause und Jubelschreie (mag Euch komisch vorkommen, aber wir sind hier in Amerika und da wird auch mal gern übertrieben beim Ausdruck der Begeisterung)!
Obwohl es zwischenzeitlich so aussah, das wir die Szenen nicht an diesem Tag schaffen würden (aufgrund vieler Unterbrechungen wetterbedingt und auch wegen des starkem Flugverkehrs hier in Chicago), gab es rechtzeitig zum Sonnenuntergang das langersehnte Dankeschön..
…nach 3 erlebnisreichen aufregenden Tagen, 36h Dreh am Set, Augenkontakt zu unseren Lieblingsrettern und wundervollen beeindruckenden Gesprächen mit Doubles, Crewmitgliedern und auch den Statisten um mich herum!

Chicago Fire

Inzwischen durfte ich auch für eine andere TV-Show, welche erst 2015 startet, mitwirken. Der Unterschied zu Chicago Fire ist aber beachtlich, man merkt dass wir mit CF bereits in Staffel 3 sind! Das Team ist eingespielter, es werden viele Szenen sehr kurz und in unterschiedlichen Perspektiven gedreht, selbst die Technik ist eine andere. Bei Chicago Fire wird auf den guten alten Kamerawagen (auf Schienen) komplett verzichtet. Es kommen Kamerakräne, Teleskopkameras und auch die gute alte Version, der auf der Schulter getragenen Kamera zum Einsatz.

Ich hoffe ich konnte Euch hiermit einen kleinen Blick hinter die Kulissen von Eurer/unserer Lieblingsshow geben und aufzeigen was für ein Aufwand betrieben wird, um nur eine Unfallszene in einer Episode aufzunehmen. Apropos Aufwand, die Filmstudios haben für diese Szene einen ganzen Block gekauft, das Gebäude stand seit 2007 leer und um es realistischer wirken zu lassen, wurde nur 1 Woche vor dem Dreh die kompletten Grünanlagen aufgefrischt (Blumen gepflanzt, Rasen gemäht), es sollen sogar alle Fensterrahmen frisch gestrichen worden sein und im ganzen Gebäude, natürlich im Sichtbereich, Gardinen aufgehängt und Unmengen an Kabeln im Haus verlegt. um die elektrische Versorgung während des Drehs zu gewährleisten. Um das Set vor Randalierern zu schützen, gab es Generatoren für ein paar Flutlichter und auch eine Security-Firma wurde zur Bewachung des Sets beschäftigt. (vorher-nachher-Bilder demnächst bei uns)

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